Was erwartet mich

Der Ablauf der Geburt

Lesedauer: 2 Min.

Du fragst dich, was dich im Kreißsaal erwartet und wie deine Geburt ablaufen wird? Wir zeigen dir den typischen Ablauf einer Geburt, sodass du dich mental darauf vorbereiten und später leichter die für dich richtige Geburtsposition für die entsprechende Geburtsphase finden kannst.

Geburtsablauf: Diese 3 Phasen der Geburt kommen auf dich zu

Nach etwa 40 Wochen ist es soweit: die Geburt deines Kindes steht bevor. Egal ob deine Wehen natürlich einsetzen oder du eine Geburtseinleitung in Anspruch nimmst, der Ablauf einer natürlichen Geburt ist bei den meisten Frauen gleich. Der Verlauf einer Geburt teilt sich in drei Phasen, die Experten identifiziert haben:

  • Die Eröffnungsphase: Zeit, um in die Klinik zu gehen!
  • Die Austreibungsphase: Das Baby kommt!
  • Die Endphase: Gesundheitscheck für dich und dein Baby!

Das passiert in den einzelnen Geburtsphasen:

Das passiert in den einzelnen Geburtsphasen:

1. Die Eröffnungsphase: So beginnt eine Geburt

Beim ersten Kind kann die Eröffnungsphase länger als acht Stunden dauern. Sie besteht aus drei Zeiträumen und beginnt mit den Eröffnungswehen. Wenn sich die ersten Wehen einstellen, solltest du die Abstände der Geburtsschmerzen genau beobachten. In der sogenannten Latenzphase sind die Wehen in ihrer Frequenz, Dauer und Stärke noch sehr unregelmäßig. Sie bewirken, dass das kindliche Köpfchen tiefer in das Becken rutscht, der Gebärmutterhals sich verkürzt und der Muttermund sich leicht öffnet. Typisch für diese „Vorwehen“ oder auch „Senkwehen“ ist, dass sie auch wieder aufhören können, wenn du dich hinlegst oder ein Bad nimmst.

Die aktive Eröffnungsphase beginnt, wenn der Muttermund sich ein wenig geöffnet hat und die Wehen zunehmend stärker und länger werden. Vollständig geöffnet ist der Muttermund, wenn er sich etwa zehn Zentimeter geweitet hat. Ist die Fruchtblase nicht bereits vor Geburtsbeginn gesprungen, tut sie dies zumeist in der Eröffnungsphase. Ist dies nicht der Fall, wird die Hebamme nachhelfen und die Fruchtblase öffnen – die sogenannte Fruchtblasensprengung (heißt tatsächlich so!).

2. Die Austreibungsphase: der Höhepunkt des Geburtsablaufs

In der Austreibungsphase setzen heftige Wehen ein und es ist Zeit, in die Gebärhaltung zu kommen. Deine Hebamme sagt dir, wie du atmen und pressen sollst. Das Baby drückt sich bereits zum Ausgang bis der Damm sich weitet – nun ist das Köpfchen zu sehen. Mit den nächsten Wehen schiebt sich der Kopf meist von selbst heraus. Das Anstrengenste liegt nun hinter dir und dein Baby wird von der Hebamme behutsam aufgefangen. Nun ist es fast geschafft, der Körper des Babys rutscht danach fast von selbst hinaus. Es ist da! Jetzt wird das Baby von deinem Partner oder der Hebamme abgenabelt und liegt zum ersten Mal in deinen Armen! Die Geburt ist für deinen Schatz vorbei, dir steht noch die dritte Phase im Ablauf bevor.

3. Die Endphase: Sie beendet den Ablauf der Geburt

Während du dein Kind hältst, wird mit einigen Nachwehen die Nachgeburt ausgestoßen. Diese Endphase der Geburt kann bis zu einer halben Stunde dauern. Deine Hebamme wird überprüfen, ob die Plazenta vollständig ist, damit es später keine Komplikationen gibt. Jetzt bleibst du mit deinem Baby noch zwei Stunden zur Beobachtung im Kreißsaal. So können Ärzte und Hebamme sicher sein, dass alles in Ordnung ist und ihr den Ablauf der Geburt gut hinter euch gebracht habt. Während der ersten Stunde wirst du deinen Schatz auch das erste Mal stillen.Genieße die innige Zweisamkeit!


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