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Zehn Tipps für die ersten Tage nach der Geburt

Lesedauer: 2 Min.

Eine Geburt verändert dein Leben für immer, natürlich ist noch vieles ungewohnt. Behalte diese Tipps im Hinterkopf für die ersten Tage nach der Geburt.

1. Bescheid sagen, dass du dein Baby stillen möchtest

Informiere deine Klinik oder dein Geburtshaus, dass du dein Baby nach der Geburt stillen möchtest. Entscheidend sind die ersten Stunden nach der Geburt.

2. Viel kuscheln nach der Geburt

Verläuft die Geburt problemlos, wird dein Baby danach auf deinen Bauch gelegt (Bonding). Es spürt deine Wärme, nimmt deinen Geruch auf und lauscht deinem Herzschlag.

3. Früh mit dem Stillen starten

30 bis 60 Minuten nach der Geburt wird dein Baby anfangen, deine Brustwarzen zu suchen. Manche beginnen direkt zu saugen. Andere brauchen länger und lecken nur etwas. Beides ist gut.

4. Frühzeitig Rat fürs Stillen holen

Dein Baby und du müssen das Stillen erst üben. Stillen sollte angenehm sein und keine Schmerzen verursachen. Bitte deine Hebamme oder Stillberaterin bei den ersten Malen zuzuschauen, ob du alles richtig machst und dein Baby korrekt anlegst.

5. Auf Hunger-Signale achten

Wird dein Baby unruhig, unzufrieden, macht Saug- und Leckbewegungen oder nimmt seine Händchen in den Mund, hat es Hunger.

6. Lang schlafen lassen

Nach der anstrengenden Geburt wird dein Baby lange schlafen oder es bleibt wach und kann nur durch Stillen beruhigt werden. Halte es Haut-an-Haut, achte auf seine Hunger-Signale und stille es.

7. Auf das Baby schauen, nicht auf die Uhr

Dein Baby weiß nicht, wie spät es ist, sondern nur dass es jetzt gerade hungrig ist. Lasse es von der ersten Brust trinken und biete danach die zweite Brust an. Manchmal will es drei- bis viermal in anderthalb Stunden trinken, schläft und ist wieder hungrig. Acht- bis zwölfmal und häufiger stillen in 24 Stunden ist normal.

8. Kein Fläschchen geben

Dein Kolostrum ist alles, was dein Baby braucht, außer es besteht eine medizinische Notwendigkeit für Fläschchennahrung. Diese kann allerdings zum Beispiel das Etablieren des Stillens stören und den Baby-Bauch überfüllen.

9. Nimm Hilfe an

Kinder kriegen ist Schwerstarbeit. Gönne dir so viel Ruhe wie möglich. Und nimm Hilfe ruhig mal an, wenn Freunde und Verwandte dich unterstützen wollen, sie tun das gerne für dich.

10. Gelassen bleiben

Es ist in Ordnung, wenn das Stillen nicht auf Anhieb klappt. Startschwierigkeiten oder Herausforderungen während der Stillzeit sind normal. Gib nicht auf – es lohnt sich!

Hier findest du auch Rat zu den gängigsten Stolpersteinen wie wunde Brustwarzen, Anlegeprobleme, Flach- und Hohlwarzen.

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Hebamme Alexandra Buder

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