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Was passiert beim Dammschnitt?

Lesedauer: 2 Min.

Eine Geburt ist schmerzhaft. Aber dass dabei geschnitten werden könnte, klingt noch viel schmerzhafter! Hebamme Alexandra Buder erklärt, was beim Dammschnitt wirklich passiert.

Dammschnitt, Dammriss und die Heilungschancen nach der Geburt: Frag die Hebamme!

Du sehnst die Geburt deines Babys herbei und dennoch hast du etwas Angst, was auf dich zukommen könnte? Der Dammschnitt gehört zu einem solchen Unsicherheitsfaktor bei der Geburt. Alexandra Buder erklärt uns, wie und wann dieser Eingriff eingesetzt wird, wie häufig der Dammschnitt ist und wie lange die Naht heilen muss.

Was versteht man unter einem Dammschnitt?

Bei der Episiotomie (wie der Dammschnitt auch heißt), wird ein Schnitt in den Damm der gebärenden Mutter gesetzt – also das Gewebe zwischen Scheide und After. Der Dammschnitt hilft, die Geburt zu beschleunigen, wenn bereits ein paar Zentimeter des Köpfchens sichtbar sind, aber das Kind zum Beispiel einen sehr großen Kopf hat und nicht durchkommt. Oder er wird eingesetzt, um eine Vakuum-, Zangen- oder Steißgeburt zu erleichtern, aber wirklich nur, wenn er medizinisch dringend notwendig ist.

Wie häufig wird ein Dammschnitt durchgeführt?

Ein Dammschnitt im Sinne des Wortes wird heute nur noch sehr selten durchgeführt. Und, keine Angst, der Bereich wird vorher natürlich örtlich betäubt bzw. deine PDA erhöht. Durch Schmerzmittel, die du während der Geburt erhältst, wirst du den Dammschnitt also nicht spüren, obwohl es schmerzhaft klingt.

Was passiert häufiger: Dammriss oder Dammschnitt?

In der Realität werden kaum noch Dammschnitte gemacht, denn Untersuchungen deuten mittlerweile darauf hin, dass natürliche Risse besser und schneller verheilen. Deshalb lassen Hebammen und Ärzte das Gewebe im Zweifel heute meist natürlich im Zuge der Geburt reißen.

So verheilt die Wunde schneller: egal ob Dammschnitt oder Dammriss

Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, ist es wichtig, dass du luftdurchlässige Binden verwendest. Diese solltest du auch in regelmäßigen Abständen wechseln, damit die Wunde in einem möglichst keimarmen Klima verheilt und sich nicht entzündet. Damit die Nähte optimal verheilen können, solltest du am besten viel frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte essen und ausreichend Flüssigkeit zu dir nehmen. So sorgst du dafür, dass dein Stuhl nicht zu hart und der Druck auf die Naht nicht zu groß wird.

Wichtig ist Hygiene: Nach jedem Toilettengang solltest du dich vorsichtig mit klarem Wasser abwaschen, und zwar von vorne nach hinten, um möglichst keine Darmbakterien in die Wunde zu wischen. Kurze Sitzbäder mit einer Tinktur aus Kamille, Arnika oder Calendula, haben eine abschwellende Wirkung und unterstützen den Heilungsprozess. Wenn deine Hebamme auf Homöopathie setzt, wird sie dir bei Blutergüssen (Hämatomen) vielleicht auch Arnika-Globuli empfehlen, die abschwellend und schmerzlindernd wirken sollen und auch während der Stillzeit eingenommen werden können.

Was hilft gegen die Schmerzen der Dammschnitt-Naht?

In manchen Fällen kann es schmerzlindernd wirken, die Binde, die du zum Schutz der Wunde trägst, vorab zum Kühlen in den Kühlschrank zu legen. Langfristig verläuft die Wundheilung aber in einem feucht-warmen Milieu am besten und schnellsten.Solltest du dennoch starke Schmerzen haben, zögere nicht und sprich deine Hebamme oder deine Ärztin an.


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