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Der Geburtsplan: Was er kann & wie er erstellt wird

Lesedauer: 2 Min.

Sich gemeinsam mit dem Partner, der Hebamme oder für sich selbst Gedanken über den Verlauf der Geburt zu machen und diese in einem Geburtsplan zu notieren, ist ein guter Weg, sich seiner Wünsche und Vorstellungen bewusst zu werden.

Was ist ein Geburtsplan?

Ein Geburtsplan ist dein persönlicher „Wunschzettel“ an deinen Begleiter oder deine Hebamme – und zwar für die Zeit vom Einsetzen der ersten Wehen und der Geburt deines Babys bis hin zu den ersten Tagen im Wochenbett. Hier kannst du alles schriftlich festhalten, was dir wichtig ist. Sei dir aber im Klaren, dass es trotz aller Planung durchaus Situationen geben kann, in denen sich deine Hebamme, die Ärzte und andere Helfer nicht nach deinen Vorstellungen richten können.

Wie schreibe ich einen Geburtsplan?

Das Wort „Geburtsplan“ klingt formeller als das Dokument letztendlich sein muss. Du erstellst den Plan als einfache, formlose Liste mit Dingen, die dir in den entsprechenden Phasen der Geburt wichtig sind. Das sollte in einem Geburtsplan stehen:

Allgemeine Angaben:

  • dein Name
  • die Kontaktdaten deines Arztes, die Adresse des geplanten Geburtsortes (Krankenhaus, Geburtshaus usw.)
  • Angaben zum Geburtspartner (Doula, Geburtsbegleiter, deine Mutter…)
  • gegebenenfalls Medikamente oder andere medizinische Indikationen

Wehenphase:

  • Welche Geburtspositionen möchtest du ausprobieren?
  • Möchtest du Mittel zur Schmerzlinderung in Anspruch nehmen?
  • Ist die künstliche Geburtseinleitung eine Option für dich?
  • Möchtest du deine private Kleidung während der Geburt tragen?
  • Was ist bei Komplikationen oder einem Notfall-Kaiserschnitt zu tun?
  • Ist dir gedimmtes Licht, leise Musik oder ein anderes Mittel zur Entspannung wichtig?
  • usw.

Geburtsphase:

  • Wer soll im Kreißsaal dabei sein?
  • Möchtest du, dass dein Partner filmt oder Fotos macht, falls das erlaubt ist?
  • Soll durch einen Dammschnitt einem möglichen Dammriss vorgebeugt werden?
  • Falls ein Kaiserschnitt nötig wird, welche Narkoseform ziehst du vor?
  • Wer soll das Baby als erstes in den Armen halten?
  • usw.

Nach der Geburt:

  • Gib deinen Stillwunsch an, damit dein Baby dir direkt an die Brust gelegt wird
  • Wie genau möchtest du über die Untersuchungen deines Kindes Bescheid wissen?
  • Wer soll die Nabelschnur durchtrennen?
  • Sollen Stammzellen aus der Nabelschnur eingefroren werden?
  • Möchtest du, dass Verwandte und Freunde bestimmte Besuchszeiten einhalten?
  • usw.

Ein Plan für die Geburt deines Kindes ist definitiv von Vorteil:

  • Ein persönlicher Geburtsplan schafft Klarheit. Er hilft dir, der eigenen Wünsche bewusst zu werden und erleichtert so den Austausch mit deinem Partner und anderen Beteiligten wie Arzt oder Hebamme.
  • Findet zum Beispiel in der Klinik gerade ein Schichtwechsel statt, kann es für die neuen Mitarbeiter im Kreißsaal nützlich sein, wenn du einen Geburtsplan hinterlegt hast.
  • Du selbst kannst schon vorher sehen, welche deiner Wünsche umsetzbar sind, welche nicht – und dich entsprechend darauf einstellen. Beim Besprechen des Plans mit anderen entdeckst du vielleicht auch noch ganz neue Möglichkeiten.Mit dem Geburtsplan hast du alles durchdacht, was dich bei der Geburt erwarten könnte.
  • In deinem Geburtsplan legst du auch fest, ob du dein Baby nach der Geburt stillen möchtest. In babyfreundlichen Kliniken wird dir dein Baby nach der Entbindung und der Erstversorgung auf den Bauch gelegt, sodass es den Weg zu deiner Brust finden kann. Solche Kliniken zeichnen sich beispielsweise durch ein Rooming-in-Angebot und weitere stillfördernde Maßnahmen aus.

Was passiert mit dem fertigen Geburtsplan?

Hast du deine Wünsche zu Papier gebracht, sprichst du am besten mit deinem Arzt oder deiner Hebamme über den Geburtsplan. Sie können dir am besten sagen, ob du etwas vergessen hast, ob deine Vorstellungen umsetzbar sein und welche Situationen den Plan sprengen können.

Bist du zufrieden mit deinem Geburtsplan, gibst du ihn sowohl deinem Arzt, deiner Hebamme und dem Menschen, den du bei der Geburt dabeihaben möchtest. Außerdem solltest du mehrere Exemplare in der Kliniktasche deponieren.


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