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Geburt & Schmerzen: Wie weh tun Wehen?

Lesedauer: 2 Min.

Zum Glück sind Wehen ein Ausnahmezustand – die Schmerzen kommen heftig, aber vergehen auch wieder völlig. Beim ersten Kind haben zirka 60 Prozent der Frauen sehr starke Wehenschmerzen und bei Zweitgebärenden immer noch die Hälfte. Doch sie alle haben es geschafft!

Wie fühlen sich die Schmerzen bei der Geburt an?

„Wie sehr tut eine Geburt weh?“: Das ist vermutlich die am meisten gestellte Frage von Schwangeren. Ehrlich gesagt ist es schwer, diesen Schmerz wirklich treffend zu beschreiben. Wo Wehen wehtun, ist ebenfalls von Frau zu Frau unterschiedlich. Wir versuchen es einmal so zu beschreiben:  Der Schmerz fühlt sich so ähnlich an wie eine Mischung aus starken Menstruationsschmerzen mit üblen Magen-Darm-Krämpfen und Rückenschmerzen. Die Schmerzen bei Geburtswehen erzeugen eine Spannung im Bauch, die bis zu einem gewissen Punkt immer intensiver wird und dann langsam wieder abnimmt. Dann tritt eine Ruhephase ein, die im Laufe der Geburt stetig kürzer wird. Manche Frauen sprechen von einem scharfen ziehenden Schmerz oder intensivem Stechen, andere empfinden den Schmerz bei der Geburt als eher dumpf. Wissenschaftler, die versucht haben, die Intensität dieses Schmerzes einzuordnen, beschreiben ihn so: Es tut so weh, als würde jemand mit einem Stilettoabsatz auf deinen Handrücken treten. Aua!

Wehen bei der Geburt: Du musst nicht die Heldin spielen!

Man hört immer mal wieder von Frauen, die diese Schmerzen einfach ganz locker weggeatmet haben. Doch ganz ehrlich, die meisten von uns fallen nicht in die Kategorie „Indianerherz kennt kein Schmerz“ – und auch das ist in Ordnung. Denn eine Geburt ist ein Ausnahmezustand und kein Bewerbungsverfahren für Tapferkeitsmedaillen. Ob mit oder ohne PDA, erlaubt ist alles, was dir hilft: Egal, ob du schnaubst und grunzt, laut schreist oder deinen Partner beschimpfst. Die Geburt ist immer mit Schmerzen verbunden, egal, ob du Schmerzmittel bei der Geburt in Anspruch nehmen möchtest oder ob dir Entspannungs- und Atemübungen helfen. Dein Partner oder deine Hebamme werden dich nach besten Kräften bei der Geburt deines Kindes unterstützen. Du kannst den Wehenschmerz aber auch durch den Wechsel der Geburtsposition beeinflussen.

Das Gute an den Schmerzen: Wehenschmerzen kommen und gehen schnell

Als kleiner Trost für dich: Wehen schmerzen tatsächlich lediglich in dem Moment, wenn sie da sind. Ähnlich wie ein Zug, der vorbeirauscht und dessen Geräusch danach völlig verschwunden ist. Das ist wirklich etwas Besonderes, da wir normalerweise nur Schmerzen kennen, die langsam abflauen. Nach einer Wehe tut erst mal nichts mehr weh – allerdings nur so lange, bis die nächste kommt.

Die gute Nachricht: Der Körper selbst hat eine Wunderwaffe gegen die Schmerzen bei der Geburt parat – er schüttet jede Menge Endorphine aus. Sie wirken als natürliches Schmerzmittel und versetzen die werdende Mutter im Idealfall in eine Art Trance-Zustand bzw. machen sie „high“. In diesem Zustand lassen sich die Geburtswehen in der Tat gut „wegatmen“ und Gebärende können sich auf ihre Geburtsarbeit einlassen. Und sobald du es geschafft hast und dein Baby im Arm hältst, wird dein Glücksgefühl die Strapazen und Schmerzen der Geburt überwiegen – versprochen!


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