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Power Pumping: Der Extra-Kick für deine Milchproduktion

Lesedauer: 3 Min.

Du hast wenig Milch? Mit Power Pumping steigt deine Milchproduktion in kürzester Zeit! Wir erklären dir, wie es funktioniert und was dahinter steckt.

Eigentlich klingt es ganz einfach: Dein Baby und sein Saugverhalten bestimmen, wieviel Milch deine Brüste produzieren. Braucht es wenig Milch, weil sein Magen noch klein ist, kommt auch wenig Milch. Trinkt es viel, produzieren deine Brüste entsprechend mehr. Aber was ist, wenn sich Babys Bedürfnisse schlagartig ändern, weil es mitten in einer Wachstumsphase steckt? Die produzierte Milchmenge entspricht natürlich nicht sofort seinem Durst – und so verlangt dein Baby plötzlich sehr viel häufiger nach der Brust. Es kann sogar sein, dass du über Stunden hinweg das Gefühl hast, praktisch ununterbrochen zu stillen. Cluster-Feeding heißt dieses Phänomen, mit dem dein Baby ganz natürlich deine Milchproduktion ankurbelt. Aber was, wenn dein Baby zu schwach ist, um ausreichend zu saugen? Oder ihr getrennt seid?

Power Pumping imitiert das natürliche Cluster-Feeding

Mit einer doppelseitigen Milchpumpe, wie der Swing Maxi Flex, und einem ausgeklügelten Zeitplan kannst du das natürliche Cluster-Feeding-Verhalten deines Babys imitieren. Das Prinzip ist bei beiden „Verfahren“ das gleiche: Durch sehr kurze Pausen zwischen den Still- bzw. Abpump-Sitzungen wird verhindert, dass dein Prolaktionspiegel nach dem Stillen wieder natürlich abfällt. Im Gegenteil, mit jeder neuen Stimulation wird der Spiegel dieses milchbildenden Hormons weiter angehoben – und so deine Milchbildung gefördert. Wichtig ist also zweierlei: häufiges Abpumpen und kurze Pausen dazwischen – denn auch wenn es dir beim Cluster-Feeding vielleicht anders vorkommen mag, auch dein Baby kann nicht eine Stunde lang ununterbrochen saugen!

Auf den Rhythmus kommt es an

Wenn du ausschließlich abpumpst, kannst du je nach Bedarf eine oder mehrere Pumpsitzungen mit Power Pumping ersetzen. Wie oft du pro Tag so eine Power-Pumping-Session einlegen solltest, besprichst du am besten mit deiner Hebamme oder Stillberaterin. Sie kann dir am besten sagen, welcher Rhythmus für deine spezifische Situation am besten geeignet ist. Falls du normal stillst und deine Milchpoduktion schnell ankurbeln möchtest, kannst du zusätzlich „power pumpen“, am besten direkt nach einer Stillmahlzeit. Jedes Power Pumping sollte aus insgesamt drei Abpump- und zwei Pausenphasen dazwischen bestehen, insgesamt solltest du dir etwa eine Stunde Zeit dafür nehmen. Keine Angst, oft reicht es vielleicht schon, wenn du dir einmal am Tag die Extra-Zeit nimmst.

Powerpumping

Die elacta (Europäische Laktationsberaterinnen Allianz) empfiehlt zum Beispiel dieses gängige Muster für eine typische Power-Pumping-Sitzung.

Sichtbare Erfolge

Wann die Steigerung deiner Milchmenge eintritt, ist tatsächlich von Frau zu Frau unterschiedlich. Vielleicht hast du schon nach drei Tagen deutlich mehr Milch, eventuell dauert es aber auch bis zu 14 Tage. Lass dich nicht entmutigen und mach dich nicht verrückt! Denk immer daran, du tust es für dein Baby und jeder Tropfen Muttermilch zählt.

4 Tipps, die dir das Power Pumping leichter machen:

  1. Pump unbedingt beidseitig ab! Doppelseitiges Abpumpen steigert die Milchproduktion ohnehin schon – und beim Power Pumping holst du so das Optimum raus.
  2. Nutze die Pausen zwischen den Abpumpphasen eventuell um deine Brust zu massieren. So kannst du deinen Milchfluss zusätzlich unterstützen.
  3. Mit einem Easy Expression Bustier hast du beide Hände während des Abpumpens frei. Wenn du eine ganze Stunde beschäftigt bist, kannst du dich so nebenbei um dein Baby kümmern und auch andere Dinge erledigen.
  4. Und wie immer beim Abpumpen gilt: Entspann dich, achte darauf, dass du es bequem hast und vergiss nicht, ausreichend zu trinken!

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Hebamme Alexandra Buder
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