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Muttermilch füttern & aufbewahren

Stillen und Fläschchen im Wechsel? 7 goldene Tipps unserer Hebamme

Lesedauer: 2 Min.

Mamas Brust ist die Beste! Kein Wunder, dass sich manche Stillbabys mit dem Wechsel zwischen Stillen und Flasche anfangs etwas schwer tun. Hier kommen die besten Hebammentipps, wie du dein Baby auch vom Sauger überzeugst.

Am Anfang etwas Abstand halten

Natürlich möchte dein Baby am liebsten ganz nah an deiner Brust liegen und nichts spricht dagegen, dass ihr es euch auch beim Füttern mit Fläschchen so richtig schön kuschelig macht. Wenn es allerdings um die ersten Muttermilch-Mahlzeiten jenseits von Mamas Brust geht, kann es hilfreich sein, wenn Papa stattdessen Baby und Fläschchen in die Arme schließt. Ganz einfach, weil Mamas Brust dabei nicht so verführerisch vor Babys Nase liegt!

Findet Babys Lieblingsposition

Wenn du dein Baby beim Füttern in die gewohnte Stillposition bringst, wird es auch erwarten, gestillt zu werden und den Kopf automatisch Richtung Brust drehen. Dann ist die Enttäuschung groß, wenn es dort gerade nichts gibt. Also besser die Startposition ändern. Es kann auch nicht schaden, dabei das Baby etwas aufrechter zu setzen: Viele Babys bevorzugen eine eher aufrechte Position beim Trinken aus der Flasche, denn die Schwerkraft hilft ihnen beim Schlucken.

Kostprobe, bitte!

Silikon-Sauger statt Brustwarze? Wenn du ein paar Tropfen Muttermilch auf der Saugerspitze verteilst, riecht dein Baby den gewohnten Duft deiner Milch und kann so den Bezug zwischen Sauger und Stillen – also Nahrung – leichter herstellen.

Baby entscheidet

Wenn dein Baby den Mund öffnet, lass ihm Zeit, einen Sauger wie den Calma selbst zu erfassen. Auf keinen Fall solltest du Calma einfach in seinem Mund platzieren! Dein Baby soll selbst entscheiden dürfen, wie weit es den Sauger in den Mund nimmt – und es ist wichtig, dass du den Sauger dann auch während der gesamten Trinkzeit in der Position lässt, die dein Baby selbst gewählt hat.

Pausen sind erlaubt

Auch an der Brust trinkt dein Baby nicht in einem Zug eine ganze Mahlzeit durch. Es saugt, trinkt und atmet in seinem ganz individuellen Rhythmus und macht auch ab und zu ein Päuschen. Mit dem Sauger Calma kann es dieses natürliche Trinkverhalten auch an der Flasche beibehalten. Deshalb richte dich ganz nach dem Rhythmus deines Babys und nimm dir Zeit.

Manche Babys haben besondere Bedürfnisse

Nicht allen Babys fällt es leicht, mit einem Sauger wie dem Calma zu trinken. Wenn dein Baby bereits an der Brust Probleme hat, richtig zu saugen, z.B. aufgrund einer Frühgeburt, Saugschwäche oder einer Fehlbildung wie einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, braucht es auch beim Füttern der Muttermilch eine individuelle Lösung. Frag dann auf jeden Fall deine Hebamme oder Stillberaterin um Rat, denn es gibt einige gute Alternativen, die euch in solchen Fällen unterstützen können. Mit Hilfsmitteln wie dem SoftCup oder dem SpecialNeeds Sauger tun sich die meisten Babys dann leichter.

Bitte kein Stress!

Für dein Baby ist das Trinken lernen am Fläschchen eine genauso neue Situation wie für dich das Füttern. Deshalb lass euch beiden Zeit und hab Geduld, wenn es nicht sofort perfekt klappt. Mit etwas Übung wird sich euer Rhythmus auch an der Flasche bald eingespielt haben.

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Hebamme Alexandra Buder
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