Stilltipps

So findest du eine Stillberaterin

Lesedauer: 2 Min.

Brauche ich eine Stillberaterin?

Deine Hebamme oder dein Frauenarzt beraten dich natürlich auch über das Stillen und helfen bei Stillproblemen. Oft haben sie aber nur eine Standardausbildung in Sachen Stillen und können gerade bei komplexeren Problemen mit ihrem Wissen an eine Grenze stoßen. Bei spezifischeren Fragen rund ums Stillen kann dir eine speziell ausgebildete Stillberaterin helfen. Sie ist bei akuten Problemen da und bietet oft auch Stillgruppen an. Dies ist vor allem für Mütter hilfreich, bei denen das Stillen nicht gleich so gut klappt und die zusätzliche Unterstützung benötigen.

Wann brauche ich eine Stillberatung?

Sobald die ersten Probleme auftreten, solltest du dir Hilfe holen. Das können wunde Brustwarzen sein, Saugprobleme deines Babys, Erkrankungen oder auch nur die Unsicherheit, ob du dein Baby richtig anlegst. Denn aus kleinen Stillproblemen können schnell größere werden. Je früher du dir fachlichen Rat holst, desto schneller und einfacher lassen sich die Probleme in der Regel beseitigen.

In diesen Situationen kann dich eine Stillberaterin unterstützen:

  • Wenn du dich beim Stillen unsicher fühlst
  • Wenn dein Baby nicht trinken möchte oder ihm das Saugen schwerfällt
  • Wenn du Schmerzen beim Stillen hast
  • Wenn dein Baby mehr als 10 % des Gewichts verloren hat (ein Gewichtsverlust nach der Geburt ist völlig normal, sollte aber ab einer gewissen Grenze genau beobachtet werden. Besprich sich dazu auch mit deiner Hebamme und deinem Kinderarzt.)
  • Bei Erkrankungen des Kindes wie zum Beispiel Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
  • Bei Erkrankungen deinerseits die medikamentöse Behandlung erfordert
  • Bei Frühgeburtlichkeit deines Kindes
  • Bei spezifischen Stillproblemen

Bei diesen Stillproblemen kann dir eine Stillberaterin helfen:

Wie finde ich eine Stillberaterin?

Oftmals haben Hebammen diese zusätzliche Qualifikation, frage also zunächst deine Hebamme. Vielleicht kann sie dir sonst auch direkt eine Stillberaterin vermitteln. Es gibt unterschiedliche Stillberatungen, die du in Anspruch nehmen kannst:

Ehrenamtliche Stillberaterinnen, Beratung von Mutter zu Mutter

Viele Mütter mit eigener Stillerfahrung haben sich weitergebildet, um ihr Wissen an andere Mütter weiterzugeben. Bekannte Vereinigungen von ehrenamtlichen Stillberaterinnen sind die La Leche Liga sowie im deutschsprachigen Raum die Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen.

DAIS Stillbegleiterinnen

DAIS Stillbegleiterinnen haben ihre Ausbildung beim Deutschen Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung absolviert und sind zumeist Hebammen und Pflegepersonal. Die Kosten für die DAIS-Stillberatung werden in der Regel nicht oder nur anteilig von der Krankenkasse übernommen.

IBCLC Stillberaterinnen

IBCLC Stillberaterinnen sind zertifizierte Still- und Laktationsberaterinnen, deren Zertifizierung vom International Board of Certified Lactation Consultants (IBCLC) geprüft wurde. IBCLC Stillberaterinnen sind immer medizinisches Fachpersonal, also vom Grundberuf Hebammen, Krankenschwestern oder Ärzte. Ihre Weiterbildung ist die umfangreichste auf dem Gebiet der Still- und Laktationsberatung. Bei einer IBCLC Stillberaterin erhältst du fundierte Hilfe, die jedoch auch entsprechend kostet.  Eine Stillberatung durch eine IBCLC kann in der Regel nicht über die Krankenkassen abgerechnet werden.

Weitere Anlaufstellen, um eine Stillberaterin zu finden, sind:

www.stillgruppen.de

Berufsverband Deutscher Laktationsbeirat

www.stillen.de

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IBCLC-Stillberaterin und Kinderkrankenschwester Jacqueline Stich

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