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Frag die Hebamme: Was ist eine Zervixinsuffizienz?

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Der Arzt guckt ernst und du verstehst nur Bahnhof? Hier erfährst du, was eine Zervixinsuffizienz für dich und dein Baby bedeutet. Unsere Expertin, Hebamme Alexandra Buder erklärt.

Was ist eine Zervixinsuffizienz?

„Eine Zervixinsuffizienz ist eine Muttermundschwäche, bei der der Gebärmutterhals weicher und kürzer ist als üblich.“ Normalerweise ist der Gebärmutterhals eng verschlossen und öffnet sich erst mit den Wehen. Bei einer Zervixinsuffizienz öffnet er sich vorzeitig, meistens zwischen dem vierten und sechsten Schwangerschaftsmonat. Die Folge können eine Früh- oder sogar eine Fehlgeburt sein.

Welche Ursachen hat eine Gebärmutterhalsschwäche?

Die Ursachen für eine Muttermundschwäche sind oft ungeklärt. „Mögliche Ursachen sind zum Beispiel vorhergegangene Operationen, Infektionen, Mehrlingsschwangerschaften oder zu viel Fruchtwasser.“

Was sind die Symptome einer Zervixinsuffizienz?

Meistens bleibt die Gebärmutterhalsschwäche ohne Symptome. Manche Frauen verspüren einen leichten vaginalen Druck. Vaginale Blutungen und Schmierblutungen sowie Bauch- oder Rückenschmerzen können Symptome sein. Meistens bleibt die Zervixinsuffizienz bis zur ersten Fehlgeburt unerkannt. Diagnostiziert wird sie entweder durch das Abtasten des Muttermundes oder eine transvaginale Ultraschalluntersuchung.

Wie wird eine Muttermundschwäche behandelt?

„Damit sich in einem solchen Fall der Muttermund in der Schwangerschaft nicht vorzeitig öffnet und es womöglich zu einer Frühgeburt oder einer späten Fehlgeburt kommt, kann der Arzt mit einem Kunststoffband den Gebärmutterhals verschließen (Cerclage). Der Eingriff wird für gewöhnlich Ende des ersten Trimesters oder Anfang des zweiten Trimesters durchgeführt – entweder unter Vollnarkose oder per Spinalanästhesie in einer Klinik. Kurz vor der Entbindung wird diese sogenannte Cerclage in der Klinik wieder entfernt.“


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