Babys erstes Jahr

Sanft Abstillen: unsere Tipps für Mutter und Baby!

Lesedauer: 3 Min.

Du bist vielleicht ein bisschen wehmütig, wenn du ans Abstillen denkst. Schließlich hast du durch das Stillen eine besonders innige Beziehung zu deinem Kind aufgebaut. Doch irgendwann ist die Zeit des Abschieds gekommen. Dein Baby entdeckt, dass es noch mehr gibt als Muttermilch. Und du möchtest vielleicht auch wiedermehr „Freiheiten“ haben.

Wie stille ich richtig ab?

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem du dein Kind von der Brust entwöhnst. Die Gründe dafür sind so individuell wie die Mütter und Babys dieser Welt. Entscheidest du abzustillen, gibt es über das Wie und das Wann einiges zu beachten. Wir haben dir die wichtigsten Tipps zum Abstillen zusammengestellt.

Woher weiß ich, wann ich abstillen sollte?

Beide – du als Mutter und dein Baby – spüren, dass sie bereit für etwas Neues sind. Im Idealfall ist das der richtige Zeitpunkt fürs Abstillen. Mit dem Abstillen solltest du nach Möglichkeit nicht zu früh beginnen. Denk daran: Babys sollten die ersten sechs Monate nur Muttermilch bekommen. Das rät die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und empfiehlt außerdem, die darauffolgende Versorgung mit Beikost bis mindestens zum zweiten Lebensjahr durch Stillen zu unterstützen. Das ist wichtig für die Entwicklung des Babys.

Daran erkennst du, ob dein Kind bereit ist, abgestillt zu werden:

Oft heißt es, dass der richtige Zeitpunkt für das Einführen von Brei gekommen ist, wenn das Baby anfängt, sich beim Stillen ablenken zu lassen. Es dreht zum Beispiel den Kopf, weil es Geräusche hört und spielt mit deiner Kleidung. Dies ist aber ein normaler Entwicklungsschritt und sagt nichts darüber aus, ob dein Kleines reif fürs Abstillen ist. Tipp: Zieh dich in einen ruhigen Raum zurück und gib ihm dort die Brust.

Diese Anzeichen sprechen wirklich für’s Abstillen:

  • Dein Baby  kann sich jetzt schon vollständig um seine eigene Achse drehen.
  • Es kann alleine oder mit leichter Unterstützung sitzen.
  • Es interessiert sich für das Essen der Familie, greift danach, steckt es in den Mund, kaut und schluckt.

Wie geht das Abstillen?

Mit dem Abstillen geht das so: Schritt für Schritt führst du Beikost ein, die nach und nach jede Still-Mahlzeit durch Brei oder weiche Nahrung ersetzt. Am besten beginnst du mit der Mittags- oder Nachmittagsmahlzeit. Natürlich kann dein Baby nicht sofort ein ganzes Gläschen Brei aufessen. Du fütterst einen oder zwei Löffel. Hab Geduld, wenn das Baby anfangs noch gar nicht weiß, was es damit soll. Es wundert sich sehr über diesen fremden Geschmack und muss das Schlucken von fester Nahrung erst einmal lernen. Anschließend stillst du zusätzlich.

Jeden Tag fütterst du ein bisschen mehr, bis es mittags nur noch Brei gibt. Wenn’s geht, lässt du dir vier Wochen Zeit und startest dann mit dem Ersatz der nächsten Still-Mahlzeit. Ganz aufhören solltest du mit dem Stillen noch nicht: bis zum Ende des ersten oder sogar zweiten Lebensjahres sollte mindestens noch einmal täglich Muttermilch auf dem Speiseplan stehen.

Wenn du Probleme mit dem Abstillen hast, wende dich an eine Hebamme oder Stillberaterin. Sie wird dir weiterhelfen.

Gib dir und deinem Baby Zeit, um sanft abzustillen

Nicht mehr voll zu stillen, ist der erste Schritt zum Abstillen. Je weniger das Baby trinkt, desto weniger Milch produziert dein Körper. Abstillen erfordert Zeit und Geduld. Erfahrungsgemäß brauchst du dazu mehrere Wochen bis ein halbes Jahr.

Du solltest keinesfalls plötzlich aufhören, deinem Baby die Brust zu geben.Es ist für das Baby schwer zu verstehen, wenn du plötzlich von heute auf morgen nicht mehr stillst. Auch für deinen Körper ist radikales Abstillen nicht gut, denn du riskierst blockierte Milchkanäle oder eine Brustinfektion.  Gib dir und deinem Baby die Zeit, sich langsam an das Ende der Stillmahlzeiten zu gewöhnen.

Wenn du das Abstillen auf natürliche Weise etwas beschleunigen willst, kannst du deinem Baby das Saugen an der Brust „ungemütlicher“ machen, indem du es zum Beispiel kürzer anlegst als sonst oder anstatt der Brust die abgepumpte Milch in der Flasche anbietest.

Zurück zur Arbeit? Dafür musst du nicht abstillen

Mach dich nicht verrückt. Wenn du sechs Monate nach der Geburt wieder arbeiten gehen möchtest, musst du deswegen nicht pünktlich abgestillt haben, sondern kannst im Job abpumpen. Mit den komfortablen, kompakten Milchpumpen von Medela geht das ganz einfach und so bist du zeitlich nicht unter Druck und kannst die Brustentwöhnung flexibel handhaben.


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