Babys erstes Jahr

Erste Hilfe bei Babys: Bienen- und Wespenstiche

Lesedauer: 2 Min.

Dein Baby krabbelt fröhlich über eine Wiese – und zack, hat eine Biene zugestochen. Aua! So reagierst du richtig, Tipps von Janko von Ribbeck

Was mache ich bei einem Bienen- oder Wespenstich?

Hat eine Biene zugestochen,  muss man  auf jeden Fall den Stachel entfernen. Mit dem Finger rausziehen darf man ihn nicht, weil man  sonst das Gift in die Wunde drückt. Am besten, Sie schnippen den Stachel einfach mit dem Finger weg oder nutzen eine Zeckenkarte. Der Stachel geht leicht raus. Beide Stiche tun leider sehr weh, deshalb müssen Sie Ihr Kind gut durch Schmerz und Schreck begleiten.

Wie kann ich die Schwellung behandeln?

Sie sollten den Stich unbedingt kühlen – mit einer Kühlkompresse, Eiswürfeln oder was sich sonst im Kühlfach finden lässt. Es gibt übrigens Einmal-Kühlkompressen für unterwegs zu kaufen, die auch toll sind, wenn sich ihr Kind verletzt hat. Ein gutes Hausmittel sind Zwiebeln: Einfach aufschneiden und eine Scheibe auf den Stich legen.

Wie reagiere ich bei einem Stich im Mund- und Rachenraum?

Die gute Nachricht: Nicht jede Wespe sticht gleich in den Mund. Da müssen Sie sich keine allzu großen Sorgen machen. Stiche im Mund kommen wirklich selten vor. Wenn es doch einmal passiert: Geben Sie Ihrem Kind Eis oder Eiswürfel zum Lutschen. Dann rufen Sie am besten schnell die 112 an und verständigen den Notarzt. Atemwege können gefährlich anschwellen, sodass man ersticken kann.

Haben Sie noch einen Tipp, wie man sich Bienen und Wespen vom Leibe hält?

Die ungebetenen Gäste werden durch Süßes, Buntes und Duftendes angezogen. Ein altes Hausmittel gegen Wespen ist das Verbrennen von Kaffeepulver! Streuen Sie einfach etwas Kaffee in ein feuerfestes Gefäß und zünden ihn an. Diesen Geruch mögen die Wespen gar nicht und suchen das Weite. Geben Sie Kindern im Freien am besten Getränke nur in durchsichtigen Gefäßen und mit einem Strohhalm, da passen erst gar keine Bienen oder Wespen durch.

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Janko von Ribbeck ist Vater von vier eigenen und zwei Stiefkindern und war jahrelang als Rettungssanitäter unterwegs. Heute gibt er seine reiche Erfahrung in Kursen und Büchern speziell an Eltern weiter. Die schätzen sowohl seine Kompetenz, als auch seine praxisnahen, lebendigen Erklärungen.

www.erste-hilfe-fuer-kinder.de

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