Muttermilch

Zusammensetzung deiner Muttermilch: Aus was besteht sie?

Lesedauer: 2 Min.

Muttermilch ist die beste Nahrung für dein Baby. Dafür sprechen viele Fakten über Muttermilch. Doch viele Mütter fragen sich, was steckt eigentlich drin? Hier erfährst du mehr über die Zusammensetzung deiner Muttermilch!

Aus was besteht deine Muttermilch? Die Nährstoffe:

Muttermilch nährt dein Baby mit der richtigen Menge aus Eiweißen, Fetten, Kohlenhydrate, Vitaminen, Eisen, Mineralien, Wasser, Enzymen, Wachstumsfaktoren, Immunglobulinen, Makrophagen, Stammzellen und anderen lebenden Zellen. Das wirkt sich positiv auf das Immunsystem und die Entwicklung aus und schützt dein Neugeborenes vor Erkrankungen. Außerdem gelangen beim Stillen deine Antikörper in den Körper deines Babys und bieten ihm so zusätzlichen Schutz.

Immer bedarfsgerecht: Deine Muttermilch passt sich an

Du fragst dich, aus welchen Inhaltsstoffen zu welchen Anteilen deine Muttermilch besteht? Nun, so genau lässt sich das nicht sagen. Denn deine Muttermilch besteht aus hunderttausenden bioaktiven Inhaltsstoffen – und setzt sich als wahrer Zaubercocktail immer wieder unterschiedlich zusammen. Sie passt sich nämlich jederzeit den aktuellen Bedürfnissen deines Babys an! Je nachdem ob gerade zum Beispiel Wachstum angesagt ist oder dein Baby z.B. krank ist und mehr Antikörper benötigt. Sogar im Laufe einer Stillmahlzeit verändert sie sich: Zu Beginn ist sie fettarm und hat einen hohen Anteil an Kohlenhydraten, Eiweißen, Vitaminen, Mineralien und Wasser. Während einer Stillmahlzeit nimmt dann der Fettanteil zu – So unterscheidet sich die Zusammensetzung der Muttermilch von Tag zu Tag und Woche zu Woche, je nachdem, was dein Baby im Moment braucht.

So verändert sich die Zusammensetzung deiner Muttermilch über die Zeit

1. Kolostrum

In den ersten Tagen nach der Geburt bilden sich geringe Mengen einer dickflüssig-klebrigen, eher gelblichen Milch: das Kolostrum. Es enthält große Mengen an Antikörpern und Wachstumsfaktoren, verbessert die Entwicklung des Magen-Darm-Trakts des Kindes und ist mit infektionshemmenden Inhaltsstoffen wie eine erste Impfung. Seine abführende Wirkung hilft deinem Baby beim Ausscheiden des ersten Stuhls, auch Kindspech genannt. Dabei wird zugleich der Gallenfarbstoff Bilirubin ausgeschieden und die Gefahr der Neugeborenengelbsucht gemindert.

2. Übergangsmilch

Ungefähr am dritten bis fünften Tag nach der Geburt folgt der Milcheinschuss. Die Brüste sind häufig hart, gerötet und warm durch die vermehrte Blutzirkulation und Sekretion von Lymphflüssigkeit. In dieser sechs- bis zwölfstündigen Phase wird aus Kolostrum Übergangsmilch. Zusammensetzung und Menge der Milch verändern sich: weniger Immunglobuline und Eiweiß, dafür mehr Fett und Zucker bilden nun die Inhaltsstoffe. Die Symptome des Milcheinschusses können durch häufiges Stillen ab der Geburt gemindert werden.

3. Reife Milch

Obwohl reife Milch dünner und wässriger als Kuhmilch aussieht, enthält sie alle Nährstoffe, die ein Säugling für eine gesunde Entwicklung braucht – immer in genau der richtigen Zusammensetzung und Menge. Die Zusammensetzung der Muttermilch kann deshalb nie „zu dünn“ sein, denn sie verändert sich bei jedem Stillen und passt sich dabei genau an die Bedürfnisse deines Babys an.

Lass dich also bloß nicht verrückt machen, falls deine (Schwieger-)Mutter beim Füttern abgepumpter Milch deine Muttermilch das nächste Mal als zu „wässrig“ kritisiert. Für dein Baby ist sie immer genau richtig!

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