So entwickelt sich Muttermilch vom Kolostrum zur Uebergangsmilch bis hin zur reifen Muttermilch.

Muttermilch

Muttermilch – so entwickelt sie sich

Lesedauer: 3 Min.

Deine Muttermilch ist voller Nährstoffe und immer genau so aufgebaut, wie dein Baby es gerade für seine gesunde Entwicklung braucht – vom ersten Tag an und über die gesamte Stillzeit.


Die ersten Tage – Kolostrum: Das „flüssige Gold“.

Die erste Milch, die deine Brust nach der Geburt deines Babys produziert, nennt sich Kolostrum und wird nur in winzigen Mengen produziert – 40 bis 50 ml in 24 Stunden. Gerade so viel, wie der winzige Magen deines Babys fassen kann. Kolostrum ist dickflüssig und hat eine gelbe bis orange Farbe. Es ist besonders nahrhaft – und schützt wie eine erste Impfung! Sein Anteil an Antikörpern und weißen Blutkörperchen ist besonders hoch und es versiegelt die durchlässige Darmwand deines Babys, damit keine schädlichen Stoffe ins Blut geraten können. Außerdem wirkt es abführend, um deinem Baby den ersten Stuhlgang, das Ausscheiden des „Kindspechs“, zu erleichtern.


Die nächsten zwei Wochen – Übergangsmilch: Der „Milcheinschuss“ setzt ein.

In der ersten Lebenswoche deines Babys nimmt deine Muttermilchmenge zu. Vielleicht spürst du, dass deine Brust voller und fester wird – der sogenannte „Milcheinschuss“ setzt ein und aus deinem Kolostrum wird allmählich reife Muttermilch. In dieser Phase spricht man deshalb von „Übergangsmilch“. Sie wird cremiger in Farbe und Textur, weist einen höheren Fett-, Kalorien- und Laktosegehalt auf und ist so die ideale Nahrung für dein schnell wachsendes Neugeborenes. Auch die Menge, die dein Baby trinkt, steigt jetzt an. Am dritten Tag wird es in 24 Stunden schon 300 bis 400 ml Muttermilch trinken und bis zum fünften Tag wird diese Menge auf 500 bis 800 ml ansteigen.

 

Nach vier Wochen – Reife Muttermilch: Immer genau das Richtige.

Ab der vierten Woche bleiben der Nährstoffgehalt und die Konzentrationen der Inhaltsstoffe in der reifen Muttermilch in der Regel recht konstant. Sie ist reich an Proteinen, Zucker, Vitaminen und Mineralstoffen sowie zahlreichen bioaktiven Inhaltsstoffen – wie Hormonen, Wachstumsfaktoren, Enzymen und lebenden Zellen – um das Wachstum und die Entwicklung deines Babys zu fördern. Dennoch kann sich die Zusammensetzung deiner Muttermilch von Tag zu Tag und von Stillmahlzeit zu Stillmahlzeit verändern! Wenn du oder dein Baby zum Beispiel krank werden, produziert dein Körper entsprechende Antikörper, um die Krankheit zu bekämpfen. Und wenn dein Baby anfängt, die Welt zu entdecken und Spielzeuge in den Mund zu stecken, steigt auch die Kon-
zentration der Bakterien bekämpfenden Enzyme in deiner Muttermilch an.


Vordermilch vs. Hintermilch

Je länger eine Stillmahlzeit dauert, desto höher wird der Fettgehalt der Muttermilch. So wird die cremige Milch gegen Ende des Stillens häufig als „Hintermilch“ bezeichnet, während die erste, oft etwas „wässrigere“ Milch, auch „Vordermilch“ genannt wird. Diese Veränderung ist ein allmählicher Prozess und beide Arten von Milch sind wesentliche Bestandteile einer vollständigen Stillmahlzeit. Der Fettgehalt deiner Milch hängt auch davon ab, wie stark deine Brust entleert wurde und wie groß die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten sind.

Aber: Zerbrich dir nicht den Kopf darüber. Wenn du dein Baby nach Bedarf stillst, wird es jeden Tag innerhalb von 24 Stunden insgesamt in etwa die gleiche Menge Fett zu sich nehmen!

 

So viel Milch produzierst du nach der Geburt

Das Milchvolumen, das du produzierst, steigt in den ersten Tagen rasant. Das passt, denn auch der Magen deines Babys wird größer.

So gross ist der Magen deines Babys nach der Geburt
So entwickelt sich deine Milchmenge vom ersten Tag nach der Geburt bis ca. 14. Tag nach der Geburt.

Alle Informationen rund um Muttermilch findest du ganz einfach in unserer Rubrik Muttermilch oder im E-Book.

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