Stillprobleme

Mastitis: Wenn Stillen schmerzhaft wird!

Lesedauer: 3 Min.

Während ein Milchstau oft ohne Medikamente heilt, müssen bei einer echten Brustentzündung (Mastitis) meist schwerere Geschütze aufgefahren werden. Wie du erkennst, wann es ernst wird.

Was du über Brustentzündung (Mastitis) wissen musst

Fieber und eine schmerzende, heiße und geschwollene Brust hindern dich am Stillen? Das könnten Anzeichen für eine Mastitis sein. Viele Mütter leiden unter einer Brustentzündung während der ersten sechs Wochen Stillzeit; sie kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt des Stillens auftreten. Wie eine Entzündung der Brust entsteht, ob Mastitis durch Stillen ausgelöst wird und wie die medizinische Behandlung aussieht, erfährst du bei uns.

Wie entsteht eine Mastitis?

Mastitis bedeutet, dass die Brustdrüsen oder das Brustgewebe entzündet sind. Das sind die häufigsten Ursachen für eine Brustentzündung:

  • Ein nicht gelöster Milchstau
  • Bakterien, die durch verletzte, wunde Brustwarzen eingedrungen sind.
  • Enge Kleidung oder ein BH, der die Milchkanäle abdrückt
  • Unregelmäßiges, gelegentliches Stillen
  • Die Brust wird aufgrund anderer Stillprobleme nicht komplett entleert
  • Plötzliches Abstillen
  • Krankheiten oder Stress

Welche Symptome deuten auf eine Mastitis hin?

Ähnlich wie eine Grippe, kündigt sich eine Brustentzündung mit Kopfweh, Gliederschmerzen und erhöhter Temperatur an. Du fühlst dich kraftlos und sehr müde. Innerhalb von Stunden bekommst du hohes Fieber und in deiner Brust treten harte, heiße, gerötete und schmerzende Stellen auf. Deine Brust ist bei einer Mastitis besonders druckempfindlich, sodass Stillen fast nicht mehr möglich ist.

Hole dir bei diesen Symptomen unbedingt sofort Hilfe von einer Stillberaterin, einer Hebamme oder einem Arzt und stimme das weitere Vorgehen mit ihnen ab!

Was hilft gegen die Brustentzündung?

Experten empfehlen bei einer Mastitis nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern auch den Auslöser der Brustentzündung zu beseitigen, deshalb solltest du mit deinem Arzt oder der Hebamme klären, wie es zu deinen Beschwerden kam.

So linderst du die Schmerzen einer Mastitis:

  • Weiterstillen! Hat sich deine Brust aufgrund eines verstopften Milchkanals entzündet oder ist ein Milchstau schuld, solltest du auf keinen Fall aufhören, zu stillen. Am besten legst du dein Baby mindestens alle zwei bis drei Stunden an der betroffenen Seite an – aber vergiss dabei die andere Brust nicht. Verursacht das Stillen an der von der Mastitis betroffenen Brust zu große Schmerzen, versuch mit der anderen Brust zu stillen und dann zu wechseln.
  • Wechsel der Stillpositionen: Probiere einige Stillpositionen aus, um eine eventuelle Blockade in deiner Brust zu lösen. Wenn das Anlegen zu schmerzhaft ist, kann dir auch eine Milchpumpe wie die Symphony oder Freestyle Flex helfen, deine Brust zu entleeren.
  • Kalte Kompressen! Zwischen den Stillmahlzeiten kannst du Kompressen aus kühlendem Quark oder frischen Weißkohlblättern direkt auf den entzündeten Bereich legen. Spare dabei aber den Brustwarzenhof und die Brustwarze aus. Ein kalter Wickel hat einen ähnlichen Effekt.
  • Gönn dir Ruhe! Stress beeinflusst deine Milchproduktion, also sollte Entspannung dein großes Ziel sein. So können sich auch die gereizten Milchkanäle beruhigen und die Mastitis heilen.

Wie behandelt der Arzt die Brustentzündung?

  • Wenn du über einen Zeitraum von 24 Stunden deutlich über 38 Grad Fieber hast, musst du zum Arzt gehen. Eventuell bekommst du dann Antibiotika, die mit dem Stillen vereinbar sind, verordnet.
  • Auch Schmerzmittel, sogenannte Analgetika, können nach Rücksprache mit deinem Arzt helfen, deine Beschwerden zu lindern. Entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen können bei Brustdrüsenentzündung zum Einsatz kommen.
  • Stellt der Arzt fest, dass resistente Bakterien (MRSA) schuld an der Mastitis sind, wird er dir eine andere Sorte Antibiotika verschreiben bzw. mit dir die weitere Behandlung durchsprechen.

Wichtig: Wenn dein Baby ein Frühchen war, frag bitte die Stillberaterin oder den Arzt in deiner Kinderklinik um Rat.


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