Stilltipps

Trau dich! Tipps zum Stillen in der Öffentlichkeit

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 Stillen ist das Beste für dein Baby, jederzeit und überall! Leider hört man trotzdem immer wieder Geschichten von Müttern, die beim Stillen in der Öffentlichkeit mit blöden Kommentaren und Vorurteilen konfrontiert waren. Lass dich nicht verunsichern!

63% der Mütter fühlen sich laut einer Umfrage von Babyclub beim Stillen in der Öffentlichkeit wohl. Das sind immerhin 24% mehr als in einer ähnlichen Umfrage des Portals im Jahr 2012. Aber, da geht noch was..! Mit ein paar Tricks gelingt  das Stillen in der Öffentlichkeit ganz entspannt.

1. Such dir ein ruhiges Plätzchen.

Der richtige Ort ist der, an dem es einigermaßen ruhig ist, du dich wohlfühlst und bequem hinsetzen kannst. Ruhe ist vor allem bei älteren Babys wichtig, denn ein verschlafenes Neugeborenes ist leichter in der Öffentlichkeit zu stillen als ein zehn Monate altes, neugieriges Baby, das sich schnell ablenken lässt. In manchen Einkaufszentren oder Kaufhäusern gibt es heute spezielle Still-Räume. Eine Umkleidekabine oder stille Ecke im Café ist aber genauso gut.

2. Stillfreundliche Kleidung macht alles einfacher.

Niemand zieht sich gern in der Öffentlichkeit aus und gerade im Herbst oder Winter kann ein nackter Bauch auch ganz schön kalt und ungemütlich werden. Spezielle Still-Kleidung ermöglicht es deinem Baby, bequem an deiner Brust zu trinken, ohne dass du dabei zu viel Haut zeigst. Du kannst zum Beispiel ein Still-Top unter einem „normalen“ T-Shirt tragen. Zum Stillen kannst du das T-Shirt dezent hochschieben, dein Baby anlegen und das Shirt bis zum Babyköpfchen dann wieder herunterziehen. So bleibt beinahe alles bedeckt. Ebenfalls gut geeignet sind Oberteile mit Knöpfen.

3. Wenn du dich wohler fühlst, benutze einen Sichtschutz.

Egal ob Still-Tuch oder Still-Schal – es gibt heute viele elegante, spezielle Kleidungsstücke, um zu viel Blöße zu vermeiden und dein Baby beim Stillen vor neugierigen Blicken zu schützen. Es muss aber gar keine Designerlösung sein: Ein Spucktuch oder eine kleine Babydecke hast du vermutlich immer dabei. Einfach über die Schulter gelegt, funktionieren sie genauso gut.

4. Übung macht den Meister.

Du fühlst dich vielleicht sicherer, wenn du das Anlegen unter dem Stilltuch oder mit ungewohnter Stillkleidung zu Hause schon einmal geübt hast. Vor dem Spiegel kannst du auch kontrollieren, wie viel bzw. wie wenig Haut du dabei tatsächlich zeigst.

5. Timing ist alles!

Ein schreiendes Baby lässt sich nirgendwo unauffällig stillen. Versuche deshalb möglichst einen Ort zum Stillen zu finden, bevor das Baby vor Hunger brüllt. Ist es erst einmal satt, kannst du entspannt mit deinem Programm weitermachen.

Denk immer daran: Du entscheidest, wie, wann und wo du stillst. Eine Mutter, die ihr Baby liebevoll versorgt, ist überall ein Vorbild für andere Mütter!

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Hebamme Alexandra Buder
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