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Dein Baby ist unruhig beim Stillen?

Lesedauer: 2 Min.

Säuglinge wirken mitunter sowohl während als auch nach dem Stillen unruhig. Jetzt ist es wichtig, dass du deine Stillsituation einschätzen kannst, um herauszufinden, warum dein Baby immer unzufrieden ist. Die meisten Mütter produzieren genug Milch für ein oder sogar zwei Babys, doch trotzdem denken viele, sie könnten ihr Baby nicht ausreichend stillen. Hier findest du einige typische Merkmale, die zeigen, dass dein Baby genug Milch bekommt und es aus anderen Gründen weint oder unzufrieden ist.

Warum ist dein Baby unruhig beim Stillen? Bewerte deine Stillsituation

1. Anzeichen, dass alles in Ordnung ist

Alter des Babys: vier Tage bis sechs Wochen

  • Stillhäufigkeit pro Tag: Du stillst achtmal oder häufiger innerhalb von 24 Stunden.
  • Urin-Häufigkeit: Dein Baby hat mindestens sechs oder mehr nasse Windeln an einem Tag.
  • Stuhlgang-Häufigkeit: Das Baby macht drei oder mehr Windeln innerhalb von 24 Stunden voll.
  • Zufriedenheit: Auch wenn dein Baby unruhig an der Brust trinkt, gibt es dennoch die ein oder andere Stillmahlzeit, bei der es zufrieden wirkt.
  • Gewichtszunahme: Dein kleiner Schatz nimmt an Gewicht zu und hat sein Geburtsgewicht nach 10 bis 14 Tagen wieder erreicht.

Wenn die oben genannten Aspekte zutreffen, bekommt dein Baby in der Regel genug zu essen. Wenn das Baby unruhig beim Stillen ist, weint es deshalb wahrscheinlich aus anderen Gründen. Vielleicht leidet es an Bauchweh, möchte von dir gehalten und geschmust werden oder hat einfach eine „Quengel-Phase“.

2. Anzeichen, dass du Unterstützung brauchst

Alter des Babys: vier Tage bis sechs Wochen

  • Ungesättigter Säugling: Du hast das Gefühl, dein Baby hat dauerhaft Hunger und will somit ununterbrochen gestillt werden.
  • Unzufriedenheit: Dein Baby ist ständig unruhig beim Stillen, weint nach jeder Mahlzeit und scheint wirklich nie zufrieden zu sein.
  • Urin-Häufigkeit: Der Urin des Kindes kann dunkelgelb sein, es kommt auf weniger als sechs nasse Windeln.
  • StuhlgangHäufigkeit: Es hat weniger als drei volle Windeln.
  • Gewichtszunahme: Das Baby hat sein Geburtsgewicht nach drei Wochen noch nicht zurück.

Wenn du diese Anzeichen beobachtest und dein Baby immer unzufrieden ist, solltest du dies deinem Kinderarzt mitteilen. Außerdem kannst du dir Unterstützung von einer Hebamme oder Stillberaterin holen, um das Problem gemeinsam zu lösen.

3. Andere Gründe für die Unzufriedenheit deines Babys:

Wenn dein Baby unruhig an deiner Brust ist, muss es nicht immer sein, dass es nicht satt ist. Es gibt auch andere Gründe für die Unzufriedenheit bei Säuglingen:

  • Koliken & Bauchschmerzen: Dein Baby hat Bauchweh, leidet unter einer Dreimonatskolik oder an kleinen Koliken. Die Ursache dafür kann Luft im Bauch sein, aber generell muss der kleine Verdauungstrakt deines Babys erst in Takt kommen.
  • Wachstum: Es macht gerade einen Wachstumsschub durch und braucht vielleicht mehr Nahrung als sonst.
  • Erkältung: Das Kleine leidet unter Ohrenschmerzen oder einer verstopften Nase. Obwohl deine Muttermilch wie Medizin wirkt, kann dein Baby trotzdem krank werden. Zum Beispiel, wenn es zu luftig angezogen ist.
  • Beikost: Dein Baby ist ungefähr sechs Monate alt und bereit für den Beikoststart. Deshalb hat es vielleicht von selbst gar nicht mehr so viel Appetit auf Muttermilch und ist beim Stillen unruhig.
  • Zahnen: Auch wenn sich der erste Zahn in der Regel im Alter von vier bis sechs Monaten zeigt, entwickeln sich die Zähnchen im Kiefer schon früher. Das ist immer mit Schmerzen für deinen kleinen Schatz verbunden.
  • Reizüberflutung: Lampen, Verkehr, neue Gesichter, der laufende Fernseher: Zu viele Aktivitäten am Tag überfluten den Säugling mit Reizen. Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass dein Baby nach einem ereignisreichen Tag, abends unruhig beim Stillen ist.

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